Sonntag, 9. Januar 2022

Ein paar Tage haben wir uns vor Sturm und Weihnachtstouristen versteckt, aber dann ging’s an die Westküste: mit 5000 km Anlauf prallt der Atlantik hier an die Vulkanküste.


Einige Segeljachten wollen diese Entfernung beim Transatlantic Race bis in die Karibik in 10 Tagen zurücklegen -


wir waren beim Start in der Nähe. Viel Glück! Mast- und Schotbruch!

Den Kratersee Lago de los Clicos, Gesteinsformationen und -farben sieht man am besten im Dorf El Golfo.


Von den 30 Häusern sind 10 Fischlokale.

Zum Golfspielen wenig geeignet, eher zum Wandern und Staunen.



Dienstag, 4. Januar 2022

Die ehemalige Hauptstadt Teguise zeigt sich mit historischen Gebäuden sauberst herausgeputzt.

Wie überhaupt die ganze Insel extrem sauber und aufgeräumt erscheint. Der Kirchturm wurde aus Vulkangestein errichtet.


In Richtung Nordspitze ergrünt die Landschaft zeitweise,


dann kommen Stellen mit weißem Sandstrand aber großteils bizarre Felsformationen bis wir schließlich in Orzola unseren Platz am Strand finden,

wo es mal Sport gibt: fliegen, wandern und anderes...





Sonntag, 2. Januar 2022

Kurze Fahrt an die Nordwestküste nach Famara.

Das kleine Dorf mit der sandigen Hauptstraße ist nett,


aber die Sensation ist die Playa: sehr beliebt bei Surfern vor der Kulisse des steil abfallenden Monte Corona und dem Blick auf die kleine Nachbarinsel La Graciosa.


Wir erklimmen einen kleinen Vulkan und schauen in den Schlund des (schlafenden) Kraters

und in die leere und dennoch faszinierende Landschaft mit dem Stellplatz-Traum eines jeden Womobilisten.




Donnerstag, 30. Dezember 2021

Kleine Radtour durch die Hauptstadt Arrecife mit dem alten Hafen,


dem Markt


und dem Castillo de San Gabriel.


Mein erster schwarzer Strand -


und sicher nicht der letzte…

So ein Glück: in der Pizzeria an der Strandpromenade von Playa Honda hörten wir vertraute Klänge. Am Nebentisch saßen Fürstenfelder, die die Inseln schon seit Jahrzehnten kennen und uns unzählige Insider-Tipps über Bodegas,

Kulturelles, Landschaft und Wein geben. Seither glaube ich fast, dass es eng werden könnte, wenn wir in 8 Wochen hier alles sehen wollen.

Sundowner auf der Terrasse ihrer Ferienwohnung.


Montag, 27. Dezember 2021

Das Augenfälligste für mich hier sind die sensationellen Gärten.

Kein Gras,

kein Unkraut,

kein Mähen!

Die Kanarischen Inseln entstanden vor hunderten von Millionen Jahren durch Vulkantätigkeit. Die Landschaft, die man heute in Lanzarote sieht, stammt jedoch hauptsächlich von Ausbrüchen vor 300 und 200 Jahren - daher immer noch die kegelförmigen, unbewachsenen Kegel aus Lava und Tuff.

Die Vulkanasche hat aber auch ihr Gutes: sie ist sehr fruchtbar und kann das wenige Regenwasser hervorragend speichern. 


Freitag, 24. Dezember 2021

Ein letzter Spaziergang am Festland durch die Stadt Cadiz, mit 3000 Jahre alter Geschichte die älteste Stadt Europas, wunderschön gelegen auf einer Landzunge.


Bordkarte lösen und mit hunderten Passagieren auf die Fähre. Das Schaukeln für 29 Stunden wird mit meinen Reisetabletten halbwegs erträglich; trotzdem verbringe ich die meiste Zeit in der Kabine liegend.

Das Schiff wäre ansonsten sehr komfortabel mit zwei Bars, Terrasse, SB-Restaurant mit recht gutem Essen (wenn man’s vertragt).

Ankunft in Arrecife auf der Insel Lanzarote in der Nacht. Morgens gleich ein Versuch beim Centro de Salud einen Impftermin zu bekommen - Ja! Geschafft! Nächste Woche Boostern! Nach 20 km haben wir schon ⅕ der Insel umrundet und einen einsamen Platz bei Playa Quemada entdeckt.

Tags über 20 Grad, nachts nur etwas drunter. **FELIZ NAVIDAD**!



Montag, 20. Dezember 2021

Sturm und Regen für die Überfahrt sind abgesagt - schon mal ein Aufatmen. Jetzt könnte es noch die Möglichkeit geben, an Bord eine Kabine für die längste Nacht des Jahres zu ergattern anstatt in so einem Bordsessel dahinzudösen. Morgen geht's los…


Abschied also vom Festland, von dem unbekannten Örtchen Chipiona,

das doch seine hübschen Seiten hat.


Begegnungen:

Lidl und Aldi sind unsere konstanten Begleiter und vertrauenseinflößender als manch fremdsprachige Speisekarte. Wir wollen gerade das Einkaufswagerl auslösen, als ein älterer Mann mit grünem Hut auf uns zu kommt. Ich denk mir noch: “Keine typisch spanische Kopfbedeckung!”, als er “Griaß eich” sagt und sich als Kärntner vorstellt. Er lebt schon seit 10 Jahren an der Costa del Sol in einer Miet-Dachterrassenwohnung (zwischen 250-500 Euro erhältlich) und hat sich einfach gefreut, eine ö Nummerntafel und Ureinwohner zu sehen. Ja, ich weiß: zu Hause hat man Fernweh und nach gewisser Zeit in der Fremde wieder Heimweh...

Treffen sich 4 Burgenländer in Südspanien… Was wie ein Burgenländerwitz beginnt, war ein nettes Kennenlernen von einem jungen Pärchen, das in Eisenstadt Wohnung und Job aufgegeben hatte, um mit ihrem Campingbus ein Jahr durch Europa zu reisen. Schön, dass die Jugend auch reisebegeistert ist.

Apropo: Pia wieder getroffen und endlich auch Jutta&Wolfgang,

die rasenden Reisenden...

Es ist soweit: wir fahren heim!  Wir hatten 4 herrliche Monate, unser 7. Winter im Süden - könnte zur Gewohnheit werden! ...