Mittwoch, 22. Januar 2020

Ein romantischer Stellplatz in Sidi Ifni ... eine wilde Nacht ... dass das Womoji wackelt

- wegen dem Sturm! Und dann fliegen so komische runde durchsichtige Dinger durch die Luft… ah ja Regen, schon fast vergessen. Da wirds uns zu ungemütlich und wir flüchten nach Tiznit ins Landesinnere und verbringen die Nacht - Achtung, es kann noch romantischer werden - an der Tankstelle entlang der Bundesstraße mit 30 anderen Womos!

Machen die Franzosen hier ernsthaft Urlaub? Oder sind alle nur vorm Sturm geflüchtet? Fragen über Fragen, die ich auf Französisch nicht rausbring…

Sonntag, 19. Januar 2020

Der erste Supermarkt seit 8 Wochen: ich staune wie unterm Christbaum,

aber mit der Liebe zum Eckerlkäs übertreiben sie's wirklich!
Kamelmarkt in Guelmim mit 50 Dromedaren,


200 Schafen und Ziegen und ebenso vielen Männern -


ich die einzige Frau auf weiter Flur.
Fahrt durch das Kakteental

durch wunderbare grüne Hügellandschaft nach Sidi Ifni, durch die weißgetünchten Häuser

eine Küstenstadt mit griechischem Flair und maßvollem Tourismus, der uns nach so langem Wüstenaufenthalt schon auffällt.


Stellplatz am spektakulären Strand.

Samstag, 18. Januar 2020

Die Radtour durch den kommerziellen Hafen von Tan Tan Plage




endet im Unvermeidlichen...


Nach 5 Wochen wieder regelmäßig WLAN und ORF hier am Campingplatz - ein bissl irreal am Anfang, aber zugegeben bequem.

Donnerstag, 16. Januar 2020

Heute brauch ich nicht kochen, mein Schatzi hat mich zum Mittagessen in El Ouatia ausgeführt. Es gibt Grillhendl mit so vielen Extras, dass sich der Tisch biegt;

für die Eurorechnung die Preise auf der Speisekarte in Dirham einfach durch 10 dividieren... (zB Salatteller Marokko mit Reis 60 Cent)
Die Womo-Kollegen sind ja mit höchst unterschiedlichen Vehikeln unterwegs: von Riesen-Vollintegrierten 10-Meter-Walrössern mit Anhänger für Quad oder Kleinwagen,

bis zu kaum ausgestatteten Lieferwagen oder 4WDs (wo ist das Klo?) oder


kultigen VW-Bussen trifft man alles.

Die junge dreiköpfige Familie aus dem ostrussischen Wladiwostok ist schon seit 7 Jahren mit ihrem Landcruiser unter dem Motto “My home is where I park” unterwegs. 

Ein Koreaner mit ausgezeichnetem Englisch startete mit seinem Rad in Neuseeland, über Australien und Europa und ist jetzt “am Weg” nach Südafrika - wär doch was für unsere Radlerfreunde Carlo und Bernhard!?
Wir sind mit unserem Womoji total zufrieden, auch mit unseren 10 Litern Diesel/100km fahren wir sicher entspannter als so mancher Off-Roader mit 20 oder 30...

Montag, 13. Januar 2020

Faszination Dünen:

du stapfst auf unterschiedlicher Textur,

wechselnder Struktur entlang unendlicher Linien durch den Sand,

ohne Gefühl für Entfernungen und Größe, ohne Orientierungspunkt,

ohne Zeitgefühl,

immer weiter treibt dich die Neugier, was hinter dem nächsten Hügel liegt

und am Rückweg sind deine Spuren schon wieder verweht.

Ein letzter Blick vom Seeteufel, der sich hauptsächlich von Garnelen ernährt und selbst auch süßlich-fasriges Fleisch hat. Eine Spezialität!

Samstag, 11. Januar 2020

Der Naturpark in Naila liegt an einer Lagune und ist zur richtigen Zeit ein Paradies für Zugvögel - zur Zeit hauptsächlich für Womos.

Es gibt Spazierwege auf den Klippen, die bis zu den Dünen und an den Atlantik führen, den man nur entfernt rauschen hört - ansonsten absolute Stille...und Vollmond...und leichte Mondfinsternis. Meine neuen Freunde - nachdem sie Brot gekriegt haben...

Nur wenns knapp wird...

Schönen Gruß an Herrn M.

Frische Fischlieferung vor die Tür:


Seeteufel filettiert (2,50 Euro).

Donnerstag, 9. Januar 2020

Nach 100 Tagen hab ich "schon" die Kommentarfunktion für euch entdeckt: wenn ihr also was Nettes hinterlassen wollt, kann ichs jetzt auch lesen…
200 km zurück nach Laayoune, wo wir vor 5 Wochen schon mal waren; auf der ganzen Strecke nur eine Tankstelle, ein zerstörtes (!?) Fischerdorf, 100 Windräder, ein paar Kamele und alle 3 km ein Militärpostenhäuschen.

“Backtracking” nennen das Traveller: auf den eigenen Spuren retour. Klingt erstmal fad, stellt sich aber für mich als interessant heraus. In die eine Richtung bemerkt man nämlich nicht, was es auf einmal nicht mehr gibt. In die andere Richtung fällt einem dann auf, was es erstmal wieder gibt: bisschen mehr Pflanzen, nicht nur die Wüstentrockengrasbüschel, sogar Büsche und daher Ziegenherden, Blumen in den Vorgärten der Häuser, Wolken, und - als obs wer gelesen hätte - nicht mehr so viel Müll!
Jetzt nichts für zartbesaitete VegetarierInnen: beim Marktbummel hatten wir die Wahl zwischen frischem Hühnerfleisch (links bratfertig, rechts im Hinterzimmer noch fröhlich vor sich hingackernd),

Rindfleisch

oder Kamelfleisch.

Wer meinen Mann kennt, der weiß, dass er sich für Kamel entschieden und gleich ein herrliches Ragout gekocht hat.

Es ist soweit: wir fahren heim!  Wir hatten 4 herrliche Monate, unser 7. Winter im Süden - könnte zur Gewohnheit werden! ...